Home 18. 5. 2012

Korrektur der Augenlider

Grundsätzliches zu den Augenlidern

LidstraffungDie Lidstraffung / Blepharoplastik ist einer der am häufigsten gewünschten kosmetischen Korrekturen bei Männern wie Frauen ab dem 40 Lebensjahr.

Es wird unterschieden zwischen Ober- und Unterlidstraffungen.

Straffungsoperationen werden nachgefragt, wenn durch die sichtbaren Hautalterungserscheinungen ein Hautüberschuss entsteht, der den Blick müde oder traurig wirken lässt. Die oft zusätzlich erscheinenden Tränensäcke haben ihre Ursache in einer Bindegewebs- oder Muskelerschlaffung, die dazu führt, dass das Fett, welches den Augapfel in der knöchernen Augenhöhle umgibt, sich nach vorn wölben kann.

Am Oberlid entstehen die Schlupflider, am Unterlid Krähenfüsse, Falten und Tränensäcke.

Oberlidstraffung

Die Korrektur mit oft verblüffendem Ergebnis erfolgt durch Entnahme eines Hautstreifens im Bereich der natürlichen Lidfalte. Um eine Überkorrektur zu vermeiden, werden beim sitzenden Patienten vor dem Eingriff die Grenzen der Hautüberschüsse festgelegt und angezeichnet. So kann das Risiko des mangelhaften Lidschlusses nach der Korrektur umgangen werden.

Bei dem Eingriff werden zunächst der Hautüberschuss, dann zumeist ein kleiner Muskelstreifen und ein eventueller Fettüberschuss entfernt.

Als Verband werden kleinste Pflasterstreifen geklebt. Die sehr feinen Nähte werden bereits nach 5 – 10 Tagen gezogen. Kleine Einblutungen verschwinden in der Regel nach 14 Tagen.

Unterlidstraffung

Es wird unterschieden zwischen einer Korrektur mit äußerlichem Schnitt entlang der Wimpern und derjenigen mit innerem Schnitt in der Bindehautumschlagfalte.

Letzterer kommt infrage, wenn ausschließlich Tränensäcke ohne Krähenfüsse vorliegen, ohne Hautüberschuss.

Bei dem Eingriff wird nach vorheriger Anzeichnung ein kurzer Schnitt an einem der Krähenfüsse am äußeren Augenwinkel durchgeführt. Nach Unterminierung von Haut und Muskel wird der Schnitt unterhalb der Wimpern verlängert und Haut und Muskel angehoben.

Das Bindegewebe wird an drei Stellen gespreizt und der Fettüberschuss umverteilt, manchmal wird dann das Bindegewebe durch spezielle Nähte gestärkt. Eine Entfernung des Fettgewebes ist nur in Ausnahmefällen erforderlich. Schließlich wird ein geringer Hautüberschuss entfernt.

Mid-Face-Lifting

Über denselben Schnitt kann die Präparation auch bis ins Mittelgesicht ausgedehnt werden, so dass ein Anheben des Mittelgesichts möglich wird. Trotz sorgfältigem operativen Vorgehen kann es zu einem in der Regel vorübergehenden Absinken der Unterlidkante kommen, die sich im Laufe von Wochen von alleine wieder zurückentwickelt. Um dies zu verhindern, kann gelegentlich ein Anheften des seitlichen Augenwinkels erforderlich sein.

Der Pflasterstreifenverband wird mit den Nähten nach 5-10 Tagen entfernt.

Kleine Blutergüsse verschwinden nach ca. 14 Tagen.

Wegen der individuell unterschiedlich anhaltenden Schwellneigung ist mit einem befriedigenden Ergebnis erst nach 4-6 Wochen zu rechnen.

Anästhesie

Der Eingriff kann sowohl in örtlicher Betäubung als auch in Dämmerschlaf- oder Vollnarkose durchgeführt werden. Bei Eingriffen am Unterlid oder dem Mid-Face-Lift ist fast immer eine Vollnarkose sinnvoll.

Da es sich um kurze Eingriffe handelt werden diese zumeist ambulant in der Tagesklinik durchgeführt. Auch eine kurzstationäre Behandlung in der Sophienklinik ist möglich.

Über das für Sie geeignete Narkoseverfahren sowie die damit verbundenen Risiken klärt Sie gern das Narkoseteam auf.

Was Sie sonst noch wissen sollten

Wie für jede andere kosmetische Operation, so ist auch hier ein guter Gesundheitszustand Voraussetzung für das Gelingen des Eingriffs. Insbesondere ist eine vorherige augenärztliche Untersuchung sinnvoll zum Ausschluss von Augenerkrankungen.

Darüber hinaus sollte kein Bluthochdruck vorliegen ebenso wenig wie Blutgerinnungs-störungen.

Es ist unerlässlich für das Gelingen der Operation mit einem für Sie zufriedenstellendem Ergebnis, dass Sie sich nach dem Eingriff einige Tage Ruhe gönnen und die Augen zur Minderung der Schwellneigung kühlen.
Nehmen Sie sich also eine kleine Auszeit.
Da die unmittelbaren Operationsfolgen für einige Tage sichtbar bleiben empfehlen wir 5-7 Tage. Danach wird eine Sonnenbrille den kleinen Bluterguss verdecken und nach 14 Tagen sind Sie in der Regel voll gesellschaftsfähig.

Außer den allgemeinen Operationsrisiken wie den beschriebenen Blutergüssen und der vorübergehenden Schwellneigung kann es noch zu Trockenheitsgefühlen des Auges, zu Haut-rötungen und Fremdkörpergefühl kommen.
In extrem seltenen Fällen kann es zu Nachblutungen kommen, die auf den Sehnerv drücken, was zu einer Einschränkung der Sehkraft führen kann.

All diese Risiken sind jedoch selten bis sehr selten.

Bei Schwierigkeiten nach einem Eingriff rufen Sie in jedem Falle Ihren behandelnden Arzt.